Unabhängig auf ganzer Linie: XML, RSS, OPML & Co.

Logo eines RSS-FeedsExtensible Markup Language -kurz XML- haben die meisten Internetuser bereits genutzt, ohne zu wissen, was dahinter steckt. XML ist keine Programmiersprache, vielmehr handelt es sich um eine strukturierte Textdatei, mit deren Hilfe der Austausch von Daten zwischen unterschiedlichen Betriebs- und Computersystemen sichergestellt werden soll. Ein gutes Beispiel sind hierfür die so genannten RSS-Feeds, welche gerne auf Nachrichten oder Blogseiten Verwendung finden. Diese Feeds lassen sich über spezielle Feedreader, über ein im Webbrowser integriertes dynamischen Lesezeichen oder über einen Handy-Feedreader abonnieren. Der Vorteil ist, das sämtliche Daten -wie Nachricht und Formatierung-, in einem unabhängigen Format speichern lassen. Die spezielle Form der Formatierung ermöglicht es, das der gleiche Inhalt optimal auf unterschiedlichen Endgeräten dargestellt werden kann.

OPML, Logo der Outline Processor Markup LanguageZu den XML-basierten Sprachen gehört auch die von David Winer entwickelt Outline Processor Markup Language, kurz OPML. Diese Form der XML richtet sich speziell an Studenten, Rechtsanwälte, Ärzte, wissenschaftliche Mitarbeit – kurz: an alle, die Texte zunächst grob skizzieren und wichtige Abschnitte in Unterpunkten organisieren wollen. Diese verschachtelten Listen werden auch als Outlines bezeichnet. Ideen und Skizzen erhalten so eine Struktur. Eine weitere Anwendung von OPML ist der Austausch von RSS-Verzeichnissen, wie es Stefan Bucher auf seiner Webseite beschreibt.

David Winer gelang es bereits das OPML Format durchzusetzen. Hilfreich war auf diesem Weg sicherlich die Entwicklung eines eigenen OPML Editors, mit dem sich auch ein Weblog betreiben läßt. Im Oktober 2005 hat er zudem einen OMPL Validator -ein Tool zur Überprüfung ob der Code richtig geschrieben ist- veröffentlicht, der bisher leider nicht das Beta-Stadium überwunden hat.

Webseite: David Winder, OPML

ktr, 02.05.2007