Patente sichern geistiges Eigentum. Viele Unternehmen sind allein durch ihre Patente oder den geschickten Einkauf derer zu großem Reichtum gekommen. Anderen wurden die eigenen Patente zum Verhängnis, denn wenn ein Patent erfasst ist, so ist die Funktionsweise einer Erfindung detailliert beschrieben. Leicht abgewandelt, weiterentwickelt oder illegal nachgebaut, kann ein Patent letztlich auch Schaden.
Im Bereich Software gab es in den letzten Jahren unzählig viele Patentanmeldungen. Teilweise wurden Funktionen zum Patent angemeldet, die mittlerweile Standard einer jenen Webseite sind. Würden die Patentinhaber hier auf Lizenzgebühren bestehen, müsste manche Seite im Netz neu programmiert werden.
Viele Firmen halten zwar ihre Patente an einem bestimmten Programmcode, sind aber nicht daran interessiert, diese zu vermarkten. Vielen OpenSource Programmierern würde die Freigabe dieser Patente enorm helfen. Die Firmen wiederum sind größtenteils sogar bereit ihre Patente aufzugeben oder frei zu Verfügung zu stellen, da dies aber mit Aufwand ergo Kosten verbunden ist, verzichten sie darauf. Diese Lücke möchte das Patent Commons Project des Open Source Development Labs (OSDL) schließen. Firmen sollen -ähnlich der Creative Commons Lizenzen- eine Standardvorlage benutzen können, um ihre Patente kostengünstig Dritten zur Verfügung zu stellen.
Zu den Unterstützern dieses Projektes zählen neben einigen Universitäten bereits zahlreiche namhafte Firmen, darunter Novell, IBM, SUB, red hat, HP und Microsoft.
peh, 29.05.07