Ganz nach dem Motto: MS Office war gestern und im Zeitalter des mobilen Cyberspace regiert das Office 2.0, hat das amerikanischen Start-up-Unternehmen Zoho gleich eine Vielzahl von Anwendungen ins Netz gestellt, die unter der Bezeichnung Zoho Office Suite unsere künftigen PC-Aufgaben ganz einfach und bequem im Browser ermöglichen.
Insgesamt bietet die Tochter des Telekommunikationssoftware-Spezialisten AdvantNet mittlerweile 15 Web-Anwendungen an, darunter finden sich beispielsweise eine Textverarbeitung (Zoho Writer), eine Tabellenkalkulation (Zoho Sheet), eine Präsentationslösung (Zoho Show), ein Wiki-Werkzeug (Zoho Wiki) oder auch ein Projektmanager (Zoho Projects). Mit Zoho Notebook bieten die cleveren Softwareentwickler seit kurzem eine weitere praktische Web-Lösung an. Dabei handelt es sich um ein Werkzeug, mit dem man sich beliebige Elemente aus dem Web ziehen kann, um diese dann in ein persönliches Notizbuch zu stecken. Das Notizbuch lässt sich sowohl privat als auch öffentlich führen – und wer möchte, kann außerdem nur bestimmten Personen den Zugang erlauben.
Das junge Unternehmen scheint mit seinen Online-Angeboten auf Erfolgskurs zu sein, mag man nicht nur den zahlreichen Blogeinträgen glauben schenken. Auch nach einer aktuelle Studie des IT-Marktforschungsinstituts Gartner steht Zoho auf dem ersten Platz in der Top-Five der besonders innovativen Web-2.0-Firmen. “Zoho liegt sowohl in Sachen Nutzung als auch bei der Technologie vorne”, kommentiert Gartner-Analyst Nick Gall. Und dabei sind nur einige Dienste für den so genannten Small-Business-Bereich kostenpflichtig – so kann man die CRM-Lösung mit drei Nutzern kostenlos verwenden, ab Nutzer 4 werden dann 12 Dollar pro Monat und Nutzer fällig. Privatleute sollen aber die Web-Suite laut Zoho langfristig kostenlos nutzen können. Nach eigenen Angaben hat Zoho mittlerweile 250.000 Nutzer für seine Bezahlprodukte Zoho Project und Zoho CRM und 30.000 weitere User setzen die freien Produkte ein.
Es scheint somit, dass mit der Revolution des Internets durch das Web 2.0, auch die Verwendung von etablierten Desktop-Programmen in naher Zukunft immer mehr zu einem Relikt einer längst überholten Vergangenheit werden.
phe, 18.06.07